Brandschutz für Übergangswohnheim

In einem Teil einer nicht mehr gebrauchten Filzfabrik im bernischen Enggistein ist innert kürzester Zeit und auf privater Basis ein Übergangswohnheim für anerkannte Flüchtlinge errichtet worden. Inhaber der Filzfabrik Fissco ist Niklaus Sägesser. Die regional ansässige Firma Portenier Elektro installierte Genius Funk-Rauchwarnmelder von Securiton in das Vorzeigeprojekt. Diese werden in den nächsten fünf Jahren den 25 Erwachsenen und 40 Kindern im Gebäude gebührenden Schutz gewähren.

07.09.2017

Niklaus Sägesser übernahm vor sechs Jahren die letzte Filzfabrik in der Schweiz, die damals kurz vor dem Ruin stand und schaffte den Turnaround. Heute schreibt die Firma mit 23 Mitarbeitenden schwarze Zahlen, unrentable Produktionsschritte sind ins Ausland verlagert worden und neue Produkte wie spezielle Nadelfilze oder Dämmstoffe aus Schafwolle wurden eingeführt. 80% der Fissco-Produkte gehen in den Export, darunter Spezialfilze für die Stahl- und Autoindustrie oder Materialien für Ziegelfabriken oder die Atomindustrie.

Der soziale Unternehmer
Wer mit Niklaus Sägesser spricht, merkt sofort, hier hat man es mit einem Menschen zu tun, der nicht lange um den heissen Brei redet. Er liebt auch die Region, aus der er kommt und in der er tätig ist und er unterstützt stets lokale KMU. Die dramatischen Bilder von den flüchtenden Syrern der vergangenen Jahre haben ihn aber auch berührt und er entschloss sich letztes Jahr kurzerhand selbst aktiv zu werden, um denjenigen Flüchtlingen, die es in die Schweiz geschafft haben, unter die Arme zu greifen. In einer der Fissco-Fabrikhallen, in der schon seit längerem nicht mehr produziert wurde, sah er die Lösung. Diese Halle liess sich schnell und doch äusserst funktional in ein Übergangsheim für anerkannte Flüchtlinge umbauen.

Das praktische Heim
Was andernorts jahrelange Diskussionen und Gesuchsverfahren mit sich führt, war in Enggistein innert eines Jahres Realität. Diesen Frühling zogen die ersten Bewohner ein. Das vom Roten Kreuz des Kantons Bern betriebene Haus hat alles, was es braucht – und sogar etwas mehr. Die taghellen Räume wurden einfach, aber zweckmässig eingerichtet, die Fenster wurden mit Dreifachglas ausgestattet, es hat geschlechtergetrennte sanitäre Anlagen, eine Küche und einen Aufenthaltsraum. Im Erdgeschoss wurde ein Schulungsraum für den Deutschunterricht eingerichtet.

Die sichere Lösung
Das in Rekordzeit fertiggestellte Übergangswohnheim wurde ausschliesslich von regionalen Handwerkern bewohnbar gemacht. Für die elektrischen Einrichtungen zeichnete die Firma Portenier Elektro aus dem benachbarten Biglen verantwortlich. Firmeninhaber Walter Portenier erhielt von Niklaus Sägesser den Auftrag, auch bei der Brandmeldeanlage eine möglichst lokale Lösung einzubauen. Kein Problem, schliesslich liegt die Securiton Geschäftsstelle Bern gerade 14 Kilometer Luftlinie entfernt. Die ideale Lösung für das Übergangsheim war die Einrichtung der modernen und für diesen Fall äusserst zweckmässigen Genius Funkrauchwarnmelder Hx Pro von Securiton. Gut 50 dieses mit einem Funkmodul ausgestatteten Rauchwarnmelders wurden eingebaut. Dieses System ist einfach und genial zugleich. Jeder Melder steht in Funkkontakt mit dem nächstgelegenen Melder. Detektiert einer der Melder Rauch, signalisiert er dies erstens einmal mit einem gut hörbaren Warnton. Gleichzeitig gibt er das Warnsignal an den nächsten Melder weiter und dieser transportiert das Alarmsignal auch weiter bis alle miteinander verbundenen Melder Alarm geben. Der Vorteil dabei ist, dass ein in einem Teil eines Gebäudes ausgebrochenes Feuer auch in den anderen Gebäudebereichen umgehend wahrgenommen wird. So können schnell alle Personen in Sicherheit gebracht werden. Danach ist es ein Einfaches, den Brandherd zu lokalisieren: Sind alle Brandmelder in Alarm, können durch Drücken der Prüftaste an einem beliebigen Genius-Melder alle Melder stummgeschaltet werden, die sich nicht am Brandherd befinden. So hört man sofort, wo der Alarm ausgelöst wurde. Dieses Konzept erweist sich als klassische Win-Win-Situation und ein zukunftsweisendes Beispiel für eine pragmatische Brandschutzlösung.

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